Review: Horny Lulu - Free Candy (CD)


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Bewertung:

SternSternSternSternSternSternSternSternSternStern

Band:

Horny Lulu

Album:

Free Candy

Label:

Keine Angabe

VÖ:

02.01.2014

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Schlagworte:

Free Candy, Horny Lulu, Punk, Review, Ska
So, meine Freunde! Party on! Heute bekommen unsere Synapsen oberschwäbischen Skapunk. Die 7-köpfige Combo „Horny Lulu“ besteht seit 2009 und nach 2011 veröffentlichen sie nun ihren zweiten D.I.Y. Tonträger "Free Candy", der für erfüllte Stunden voller Tanz und gute Laune sorgt. Auf ihren Konzerten haben die 7 Jungs um Sänger Marco durch ihren Spielspaß ihr Publikum immer voll überzeugen können. Über die Jahre hinweg erspielte man sich so eine eigene Fanbase, die nun weiter wachsen soll. Wer also auf Bands wie die „Mad Caddies“ oder „Sondaschule“ steht, der kann hier wieder etwas Feines entdecken. Also die Ohren gespitzt, die Boxen gepegelt und auf geht’s, Play!
 
Summer Comeback – Wie erwartet, geht von der ersten Sekunde an die Party ab. Nach kurzem Intro wird im straighten Tempo zu Standartakkorden in die Trompete gepustet und man kann gar nicht anders, als mitzutanzen. Fein gepustet, die Herren!!!! Der Gesang ist clean und gut gelaunt, hier und da aber auch etwas schief, was zwar überhaupt nicht tragisch ist, aber hörbar. Der Sound ist echt nicht von schlechten Eltern, teilweise klingt alles etwas dumpf, besonders dann, wenn alle Instrumente zu hören sind. ABER! Es ist immer eine Kunst für sich, Ska Bands aufzunehmen und abzumischen. In diesem Fall ist es gelungen, vor allem handelt es sich hier um eine D.I.Y. Aufnahme und da kann man wirklich seinen Hut vor ziehen! Um mal wieder zum Song zu kommen: das Songwriting ist klassisch gehalten, es gibt jetzt keine großen Überraschungen, und das muss es auch gar nicht. Jeder beherrscht sein Instrument und das Gesamtbild ist stimmig und einheitlich. Ein guter Einstand.
 
Cocaine Girl – Yeah! Hier erwartet uns eine Mischung aus klassischem Ska im Midtempo und klassischen, schnell getrommelten Punkrock im Refrain. Wie man schon erahnen kann, passiert hier im Songwriting viel. In der Mitte gibt es einen kurzen Reggea Part. Immer wieder gibt es Breaks und Partwechsel, aber ohne zu überladen zu klingen. Die Trompetenmelodie bleibt wie so oft im Ska, als Ohrwurm in den Gehörgängen. Richtig feine Nummer!
 
Sorry – Geilomat! Es wird geschrammelt und der ganze Spaß wird mit einer weiteren Ohrwurmtrompete verschnörkelt. Das Blasinstrument ist in der Strophe Teil des Rhythmus und im Refrain wieder Hauptmelodie. Nach dem ersten Refrain bekommen wir ein kurzes, aber echt amtliches Gitarrensolo. Das Drumming ist durchgehend schnell im klassischen Punkrock Stil. Ich kann mich jetzt nicht entscheiden, ob ich eher tanzen oder eher im Pogorausch versinken würde. Jedenfalls ist das hier eine richtig gute Skapunk Nummer, die man auf jeder Party auflegen kann. Knallt!
 
Open your eyes – Party on! Von der ersten Sekunde an geht es richtig ab! Im flotten Ska Rhythmus wechseln die Gitarren zwischen clean und Verzerrung, während die Trompeten eine weitere Ohrwurmmelodie mit leicht spanischem Touch pusten, um den sich der gut gelaunte Gesang schlängelt. Passt alles super zusammen, Qualitativ hochwertig sowohl im Songwriting als auch in der Umsetzung des Feelings. Großartige Unterschiede zu größeren Adressen gibt es nicht. Geiles Ding!
 
Good Sides – Hui, das geht sofort rein. Sehr schöne Gitarrenakkorde und flotte Trompeten im straighten Ska Rhythmus. Wirkt alles ein bisschen melancholisch und doch nicht traurig, fröhlich aber dennoch nicht „Hurra“ mäßig. Irgendwie ein Mix aus alldem. Der Gesang ist nach wie vor clean, geht diesmal etwas in Richtung Sprechgesang. Nach knapp zweieinhalb Minuten ist der Spaß dann vorbei. Kurz, knapp, aber wirkungsvoll. Cool!
 
Rick D – Höhö… irgendwie ist der Anfang voll lustig. Cleane gezupfte Gitarren und Trompeten, die in der Harmonie irgendwie was von Volksmusik haben. Keineswegs negativ gemeint, es kommt total sympathisch und witzig rüber. ABER, als dann der Gesang einsetzt, wird es melancholisch. Der Gesang ist auf einmal rauer und melodiös, es kommen sehr feine Gitarrensolos daher. Im Grunde klingt der Song so, als hätten Social Distortion jetzt auch Trompeten. Das Songwriting ist ganz stark, hier zeigt die Band mal, was für ein Potential in ihr steckt. Gar nicht mal so klein, das Kino hier. Für mich Höhepunkt des Albums aufgrund der Vielfältigkeit zwischen den (auch akustischen) Zeilen!
 
Always the same – Schön! Es beginnt im straighten Punkrock Stil mit genialer Trompetenmelodie. Die Stimme bleibt jetzt rau, was mir sehr gefällt. Seit dem vorherigen Song wirkt alles noch lebhafter und energiegeladener. Die Ska Einlagen machen tanzend, die Strophen und der Refrain bescheren mir ein Wechselspiel zwischen voll abgehen und gespannt lauschen, was die einzelnen Elemente da so alles anstellen. Man merkt einfach, dass hier Musiker hinter stecken, die vollends wissen, was sie tun. Notenblätter und Songstrukturen auf DIN A-4 sind hier mit Sicherheit alles andere als Fremdwörter. Gute Nummer, der Drive geht bisher nicht einmal verloren. Läuft!
 
Small Fish – Der Song startet mit einem Riffing, das stark an „Seven nation Army“ erinnert. Dann geht’s aber direkt zurück in klassischen Ska. Der Gesang ist nun wieder cleaner, bis der Refrain kommt. Astreiner Punkrock! Dann wieder Ohrwurmtrompeten reingepackt und das Ding haut rein. Songwriting ist hier auch wieder abwechslungsreich durch die Partwechsel. Die Band macht Spaß, das ganze Album ist wirklich hörbar! Coole Nummer!
 
Mission Complete – Der letzte Song geht nochmal richtig ab. Beginnt diesmal mit einem Mini Drumsolo, das cool kommt. Jetzt gibt es einen Mix aus klassischem Ska und Punkrock, der irgendwie gleichzeitig läuft. Die Elemente werden bewusst kombiniert und daraus entsteht eine eigenständige Mischung, die Spaß macht. Am Ende gibt es einen amtlichen Instrumentalpart. Jeder haut noch einmal alles raus. Wechsel folgt an Wechsel. Erst biste in Mexiko, dann biste in irgendnem AK. Und ganz plötzlich ist der Song vorbei.
 
So, meine Freunde! Das hat Spaß gemacht! Ich höre noch nicht lange Ska, seit ungefähr 2 Jahren hab ich es für mich entdeckt und mich dann detaillierter damit auseinander gesetzt. Aus dem Fundus, den ich bis heute in meinen Schädel gestopft habe, kann ich hier schnell eine Bewertung finden. Und die ist eindeutig im oberen Drittel. Im oberen Drittel der vertragslosen Ska Bands, die in Deutschland existieren. Hier sind Musiker am Werk, die tief in der Materie Musik stecken, es zum Teil auch studieren. Was nichts heißen muss, aber man hört es irgendwie raus. Die Art von Ska und Punkrock und wie es hier kombiniert wird, ist sicher nichts Neues und man möchte sagen klassisch. Unter geht hier aber nichts, kein Song tröpfelt daher, in jedem gibt es irgendwas, dass heraussticht und Freude bereitet. Ska Freunden lege ich das Album nahe, ihr werdet es nicht bereuen. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Review, ihr Lieben.
Jetzt kostenlos in das Album "Free Candy" von "Horny Lulu" reinhören

Veröffentlicht von am um 08:35 Uhr unter Reviews

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Bandinfo: Horny Lulu

Zu dieser Band gibt es noch keine Bandbeschreibung.

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