Review: Emils - fight together for (CD)


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Dieses Album ist eine NAMELESS-Empfehlung!

Bewertung:

SternSternSternSternSternSternSternSternSternStern

Band:

Emils

Album:

fight together for

Label:

Keine Angabe

VÖ:

Keine Angabe

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Schlagworte:

Emils, fight together for, Punk, Review, Slime
So, meine Freunde! Rein in den Pogo! Weiter geht es heute mit eine absoluten Größe im Punk / Hardcore Bereich: den Emils! Sie entschieden sich dazu, ihr legendäres erstes Album „...fight together for“ nochmals zu re-mastern und noch einmal einige Konzerte zu spielen. Ein Comeback auf Zeit sozusagen. Eingefleischten Punkrockfans dürfte das Herz nun höher schlagen. Aber auch für alle, an denen diese Band „vorbeigezogen“ ist und die auf Punk, Hardcore oder/und Crossover stehen, ist es nahezu unumgänglich, sich mindestens einmal im Leben die Emils „gegeben“ zu haben. Und für genau Euch gibt es jetzt eine kleine Erläuterung, warum das so ist.
Seit den frühen 80gern bis Ende der 90ger trieben die Emils (Rückwärts gelesen: Slime) ihr Unwesen und sind in diesem Zeitraum nicht nur in Proberäumen und besetzten Häusern aufgetreten, sondern sind mit ihrer Message irgendwann sogar quer durch Europa getourt. Ihr Musikstil ist seit jeher stark vom amerikanischen Punk inspiriert, was energiegeladene Alben und Konzerte garantiert, bzw. garantiert hat. Nicht umsonst sind sie so weit gekommen und das lag, bzw. liegt unter Anderem auch an dem mir nun vorliegendem Tonträger. Vor mir liegen nun 19 Lieder voller Emotion und Aussage. Was soll ich jetzt noch groß sagen? Einfach auf Play!

Wacht doch mal auf - Instrumentales Chaos-Intro! Wie der Songtitel schon sagt, zum Aufwachen. Ein kurzer Schrei, ein paar heftige Breaks und es geht Vollgas los! Rein in den Pogo! Totale Highspeed Gitarren, teilweise Doublebass und klare, aussagende Shouts. Dazu noch ein paar nette Gitarrensoli, perverse Breaks und heraus kommt eine Nummer, bei der man gar nicht weiß, wo man zuerst hinhören soll. Scheisse ist das geil! Und in diesem neuen Soundgewand ein totaler Ohrenschmaus! Übelster Einstieg!

Pass Dich an - Cleane, gezupfte Gitarren zum Anfang und ein leichtes Drumming zum Anfang. Dann geht’s aber wieder richtig los, volles Tempo in bester Punkmanier. Hier sind totale Parallelen zu Slime hörbar. Die Schlagzeug Breaks sind wieder richtig übel, da juckt mir der Drummerarsch aber gewaltig! Die Stimme ist absolut charakteristisch und brennt sich in den Schädel. Killer Nummer!

Neo Nazis - Kurze, knappe Terrornummer mit kräftiger Aussage gegen rechts! Musikalisch voll knorke! Richtig geil!

Gerechtigkeit - Schlagzeugintro und dann geht’s ab in bester Punkmanier! Melodiöse Gitarren und dann hartes Riffing, dazu die charakteristische Stimme. Der Text ist sehr durchdacht, wie es bei Bands dieser Art eigentlich auch üblich ist. Die Breaks sind wieder richtig Knaller. So stellt man sich guten Punk einfach vor! Musikalische Hochleistung. Totale Burner Nummer!

Viel zu langsam - Es geht kompromisslos weiter. Ein Gitarrensolo zu Anfang, das durch Mark und Bein geht. Die Strophe ist wieder total High Speed und die Aussage im Text einfach pure Motivation. Der Refrain bleibt total im Ohr und motiviert, lautstark mit zubrüllen. Ich bin echt versucht, mir jetzt gepflegt ne Kanne Bier aufzumachen und einfach zu genießen. Nein, also musikalisch ist das hier wieder eine Hochleistung, besonders das Interlude gegen Ende des Songs zeugt von krankhaft hoher Spielfreude. Richtig, richtig geil!

Super Gau - Killer Gitarrenriff zum Anfang, was mich schon echt an alte Sepultura erinnert. Man merkt teilweise, dass Metal mit Punk gar nicht so wenig gemeinsam hat. Zumindest, wenn man Emils hört. Meine Fresse geht das ab hier! Blutpogo Olé! Knochenbrüche mit inbegriffen. High Speed Drumming, Killerriffing und eine Stimme, die nun auch von Slayer sein könnte. Musikalisch auf extrem hohen Niveau, alles sauber eingespielt. Ein fetziges Gitarrensolo, das die Euphorie ungemein steigert. Meine Fresse ist das abgefahren! Was hier abgeht ist fast schon nicht mehr zu toppen. Übermegageile Nummer!

When does it stop - Ein Bassintro, welches in ein grooviges Intermezzo übergeht. Diesmal versuchen sich die Emils in Englisch, klingt ein wenig unglücklich vom Akzent her, aber hat einfach was. Schnell ändert sich der Musikstil in ganz klassischen Punk, um dann wieder in totale Metalgefilde abzudrehen. Boah was geht hier ab? Hab ich schon „Meine Fresse“ gesagt? Meine Fresse! Bäms, auf einmal wieder high speed und dann schon wieder ein Wechsel, ein Break und dann wieder klassischer Punk, wie man ihn sich als Eingesessener vorstellt. Die Doublebass Attacke ist sowas von pervers, Blutpogo! Das Gitarrensolo ist dermaßen Ultracool, da komme ich mir wieder vor wie zu Zeiten, als Terminator 2 in die Kinos kam und jeder zweite mit so einer Sonnenbrille in den Punk und Metal Läden rumhing. Wieder eine absolut abgefahrene Nummer!

Kirche Nein - Sie lieben Intros. Und so auch hier, das geht dann aber direkt über in den üblichen High Speed. Voll auf die fresse und eine klare Aussage: „Kirche Nein“, „Alles was Dir sagen ist gelogen...“. Kann ich so nur unterstreichen! Das Gitarrensolo geht richtig rein, harmoniös und einfach zum loswichsen! Genau wie die ganze Nummer hier. Scheiss auf Kirche, Punkrock, Baby! Heftige Nummer!

Dumm Punk - Boah Yeah! Was für ein fetziges Riff! Der Launepegel steigt noch mehr nach oben! Macht das Bock hier! In der Strophe ändert sich alles, Stimmung, Takt und Riffing. Aber genau das macht wieder den Song aus, der sich selbst mit Breaks und Punktierungen durchlöchert wie die Rebellen den Staat: wie ein Schweizer Käse. Die Aussage hier ist ungeschönt und einfach wahr. „Nur Dein Charakter zeigt Dein wahres Gesicht.“ bleibt hängen. Der Refrain geht voll ins Ohr „HEY! HEY! HEY! Dummpunk!“ in einem Halftime mit druckvollem Riffing. Der Zwischenteil wird harmonisch und geht gut ins Ohr, geht dann in ein Gitarrensolo über, das Gänsehaut verschafft. Am Schluss dann noch mal der Refrain. Mega Nummer hier! Bäm, ey!

Wir müssen draußen bleiben - Zack! Gibt’s direkt aufs Maul hier! Kompromisslos geht es in High Speed weiter. Das Riffing wieder Mörder, das Drumming Killer und die Stimme schädelt einfach alles weg! Ein frühes Gitarrensolo, das in Mark und Bein geht. Was für ein Flitzefinger! Nun ein Wechsel in einen treibenden Beat, der wunderbar mit dem Songwriting harmoniert. Dann wieder ein Wechsel in High Speed und der Blutpogo geht weiter. Hammergeil, was hier abgeht! Immer wieder Wechsel über Wechsel über Wechsel. Geile Nummer!

Wunschkinder - Es beginnt groovig, dennoch hart und aggressiv. Sehr geile musikalische Einleitung in den üblichen High Speed der zerberstenden Strophen. Zwischendurch dann auch wieder endgeile Breaks und Wechsel. Meine Fresse, ist das GEIL hier! Ich weiß gar nicht, was ich weiter sagen soll. Jeder Song hier geht ab wie eine Rakete, die sich auf den Weg in die Gehörgänge macht um zu zerstören. DAS ist Punk in meinen Augen (und Ohren). Mörder Nummer!

Schönes Leben - Schlagzeugintro! Steh ich eh drauf. Dann wieder Killerriffing. Das Lied brennt! Gänsehautbreak und dann zack! High Speed! Blutpogo! Was mir echt imponiert, ist die exakte Spielweise bei jedem einzelnen Instrument. Das Gitarrensolo hebt sich hier hervor, weil es Gänsehaut verschafft. Dann wieder ein Partwechsel und das Riffing entfacht Feuer in meinen Synapsen und Boxen. Das Ending knallt! Mega Nummer!

Legale Mörder - Boah was geht ab! Auf einmal bin ich in der Punkhölle angekommen! Höhepunkt des Albums! Die Gitarren machen mir fast schon nen Ständer in der Hose, dazu das High Speed Drumming und das Geschreie. NUR geil, NUR! Diese Melodie brennt sich echt ein. Das Hauptsolo, wie sollte es anders sein, ballert sich in die Synapsen wie eine Flak. Das gesamte Riffing hat den Charme einer Kettensäge und zermetzelt meine Gehörgänge besser, als jeder Metzger der Welt seine Schweine. Totale Mörder Nummer!

Noiseless Scream - Melodiöse Gitarren im Halftime als Intro, dessen Rhythmus dann schneller wird im Sinne des klassischen Punk. Hier wird wieder die englische Sprache benutzt. Diesmal auch wesentlich verständlicher, vielleicht auch mit Gastsänger? Klingt jedenfalls stimmlich etwas anders als bei den bisherigen Songs. Höhepunkt hier ist das Drumming. So schnell, wie in keinem anderen Song. Boah geht das ab! Blutpogo, Leute! Meine Haare muss ich nachher komplett entfriemeln, die verfilzen schon! Das Riffing ist auch hier total durchdacht. Ein Zwischenteil wie bei den Beastie Boys, kommt einfach knorke! Nette Trillerpfeife, ich hab jetzt echt ein Ohrenklingeln. Ich glaub aber, das soll so. Gut, hör ich die anderen Songs mit Trillerpfeifentrauma. Dann wieder Geschwindigkeitswechsel, Breaks und ein Ending, mit dem man mal so gar nicht rechnet. Voll die Partynummer! Geil!

Die eigentliche Tracklist ist vorbei, nun erwarten mich noch Demosongs aus den späten 80ern, die beigefügt wurden. PLAY!

Hungerlied - Da merkt man jetzt auch den altbekannten Sound. Kommt mir jetzt vor, als hätte ich meinen alten Kasi wiedergefunden und würde draußen auf den Straßen rumhängen. Eins, Zwei, Drei, Vier: Vollgas! Das Lied ist totaler High Speed, laut und aggressiv, dennoch melodiös und emotionsgeladen. Das Gitarrensolo zerschmettert zusammen mit dem Drumming mal wieder alles. Derbe, richtig richtig derbe!

Kosaken Kaffee - Derbes Intro! Zack und direkt wieder Highspeed und krasse Aussage. Straßen, Beton, Faschos, Schlägereien, Bier. Blutpogo Olé! Fette Blastbeats und fette Bassgitarre! Ich hab gar keinen Bock, dass die Scheibe gleich vorbei ist. Was soll das? Macht gefälligst weiter! Nein, also auch diese Nummer hier findet ihren Weg in die Synapsen und Gehörgänge und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Am Ende wird der berühmte Minutenwalzer, bzw. „Flight of the bumblebee“ zwischengespielt. Das zeugt auf jeden Fall von der sowieso schon gezeigten musikalischen Fähigkeit: Oberstes Niveau! Boah wie das knallt!

Schönes Leben - Das kennen wir ja schon? Aber auch cool, das im alten Sound zu hören. Auch hier brennt die Nummer und die Highspeed Strophe zerscheppert wieder mal alles. Ich würde mich jetzt nur wiederholen, aber das Lied brennt einfach! Knaller, einfach nur Knaller!

Söldner - Und es geht in voll High Speed weiter. Die Gitarrenmelodie fährt wieder durch Mark und Bein und schürt das Feuer im Inneren, besonders im fulminanten Solo. Diese verdammten Flitzefinger immer. Die Strophen wieder schnell, aggressiv und hart, dennoch melodiös. Ein Zwischenpart mit schönem, aggressiven Ska Beat und dann wieder der Wechsel in die üblichen Gefilde. Part um Part, Bier um Bier. So muss Punk einfach sein. Schluss, Aus, Ende! Burner Nummer!

Wir müssen draußen bleiben - Zum Schluss dann noch eine bekannte Nummer. Auch hier geht wie vorher richtig die Post ab und das ohne Kompromisse, Streicheleinheiten und Gefühlsduselei. Ich würde mich auch hier wieder nur Repeaten. Aber ich kann einfach nur meinen Hut ziehen. BALLERT das! Unglaublich!

So, meine Freunde! Ich würde mal sagen, alle Deutschpunkbands können jetzt mal gepflegt ihre Sachen packen und einfach aufhören. Die Emils haben mal eben alles an die Wand geklatscht, was in der letzten Zeit Punkmäßig veröffentlicht wurde. Und zwar restlos und ohne Kompromisse. Was hier abgeht, ist sagenhaft. Eine Mischung aus Punk, Metal, Punkrock und ... TERROR! Emotionsgeladen, knallhart, exakt und wie gesagt, Kompromisslos! Natürlich ist diese Musik bei Weitem nicht für Jedermann, aber mir bleibt gar nichts anderes übrig, als diesen Tonträger mit der Höchstpunktzahl auszustatten und sie verdammt nochmal jedem zu empfehlen, der meint, harte Musik zu kennen. Scheiss auf alles, Emils!

Trackliste Emils - Fight together for:
01. Wacht doch mal auf
02. Pass dich an
03. Neo-Nazis
04. Gerechtigkeit
05. Viel zu langsam
06. Super Gau
07. When does it stop
08. Kirche nein
09. Dumm Punk
10. Wir müssen draussen bleiben
11. Wunschkinder
12. Schönes Leben
13. Legale Mörder
14. Noiseless Scream
15. Hungerlied (Demo 1987)
16. Kosaken Kaffee (Demo 1987)
17. Schönes Leben (Demo 1987)
18. Söldner (Demo 1987)
19. Wir müssen draussen bleiben (Demo 1987)
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Veröffentlicht von am um 11:26 Uhr unter Reviews

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Bandinfo: Emils

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