Review: Broilers - Santa Muerte (CD)


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Dieses Album ist eine NAMELESS-Empfehlung!
LOVE VINYL! Dieses Album ist auch als Vinyl erschienen.

Bewertung:

SternSternSternSternSternSternSternSternSternStern

Band:

Broilers

Album:

Santa Muerte

Label:

People Like You Records

VÖ:

10.06.2011

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Schlagworte:

Broilers, Düsseldorf, Review, Santa Muerte
Ich bin von Natur aus ein verdammt ungeduldiger Mensch.. So kam es auch, dass ich gestern bereits die Läden abfahren musste um schonmal in den Genuss des neuen Broilers Albums "Santa Muerte" (offizieller Release-Termin: 10.06.2011) zu kommen - und ich wurde fündig: "Einmal die mega-ultra-whatever-deluxe Edition zum mitnehmen bitte" und nachdem 40 Euro (Preis im Broilers-Shop: 36 Euro) und eine Spezial-Box den Besitzer wechselten, machte ich mich auf um das lang ersehnte Stück in den CD-Player zu jagen.

Als kleines Vorwort dazu: Bereits am 29.04.2011 erschien die Single "Harter Weg (Go!)" auf der außer dem Titelstück "Harter Weg" kein weiterer Song auf dem Album vertreten ist. Der Song "Fackeln im Sturm" ist auf der "The Anti Archives" DVD bereits erschienen gewesen und "Warte auf mich" ist eine exklusive Beilage für die Single. Insgesamt fand ich die Single echt gut, wobei ich sagen muss dass ich "Harter Weg" am schlechtesten von den 3 Songs fand und das ist schließlich der einzige Song vom neuen Album gewesen - aus dem Grund machte sich schnell Skepsis breit, ob "Santa Muerte" überhaupt meinen Geschmack treffen wird. Da half nur abwarten und Bier trinken - Heute kann ich dazu mehr sagen...

Erstmal das Album "Santa Muerte" aus der echt verdammt edlen Box gefischt und in die Anlage gelegt. Entspannt auf dem Sofa zurücklehnen und darauf hoffen, dass das Album was geworden ist, nachdem ich zuvor schon einige persönliche Enttäuschungen in diesem Jahr erlebt habe, auf die ich mich eigentlich gefreut habe wie ein kleines Kind auf Weihnachten ("Vogelfrei - Der Dämmerung entgegen", "Oi-Melz - Qual der Wahl"). Aber egal, darum geht es jetzt nicht - es geht um die 4 männlichen Punkrocker (+ 1 Ines *g*) aus Düsseldorf - die Broilers. Das Intro (Preludio) auf dem Vorgänger-Album "Vanitas" fand ich wirklich klasse und auch auf dem Album ist wieder ein Preludio drauf - "sehr fein", denkste! - keine Ahnung wozu das da ist, in meinen Ohren ist das jedenfalls überflüssig - die 28 Sekunden hätte man auch noch an den Anfang von "Harter Weg" hängen können. Egal, jedenfalls machte der bereits von der Single bekannte, und soeben erwähnte, Song "Harter Weg" dann den eigentlichen Opener der Scheibe - darauf gehe ich am Ende des Reviews nochmal ein. Auf dem Album sind insgesamt 13 neue Broilers Songs (plus Preludio/Intro) enthalten und wer von Euch gehofft hat, dass es wieder in Richtung Ursprung der Band geht, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Das Album hat wirklich überhaupt nichts mehr mit den ersten Alben der Broilers zu tun und kann eher als Steigerung der "Vanitas" gesehen werden. Schon mit Veröffentlichung der "LoFi" schlug man damals diese Richtung ein und geht den Weg der Entwicklung konsequent weiter auf dem aktuellen Album. Neu zu der Musik der Broilers hinzugekommen sind zum Beispiel "Trompeten und Posaunen" und somit ist es nicht verwunderlich, dass das gesamte Album eher ein bisschen nach "SKA-Punk" als purem "Punkrock" klingt, aber das ist auch überhaupt nicht schlimm. Ich hatte mich schon vor dem Release damit abgefunden, dass die Broilers nicht mehr den Sound der späten 90er spielen und deshalb konnte ich in der Hinsicht auch nicht enttäuscht werden. Das gesamte Album ist sehr abwechslungsreich - nicht nur rein instrumentell, auch die Stimme von Sammy hat sich wahnsinnig entwickelt und kommt in verschiedenen Varianten zum Einsatz. Das was auf der LoFi noch nach unsicherem Gejodel (Sorry!) klang ist jetzt endlich ein selbstsicherer Gesang der seine gewissen Vorzüge hat. Von den 13 neuen Songs gibt es keinen einzigen der mir nicht gefällt und betrachtet man das Album als Ganzes, dann passt auch der Song "Harter Weg" wie ‘Faust aufs Auge’ auf die "Santa Muerte".

Für mich ist das Album ein Knaller. Wenn man bedenkt wie die Düsseldorfer einst angefangen haben, dann kann man nur sagen, dass da eine wahnsinnige Entwicklung stattgefunden hat. Ob nun negativ oder positiv muss jeder für sich selbst entscheiden - Ich persönlich bin alles andere als enttäuscht worden und freue mich jetzt wahnsinnig auf das Konzert am 15.06.2011 in Köln. Welcome to SANTA MUERTE, Baby!

Meine persönlichen Anspieltipps sind: "33 Rpm", "Verdammte Stille" und "Wie weit wir gehen"

"[..] Ganz egal, ob ich Blut schwitz’, bittere Tränen wein’, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein! [..]" (Broilers - 33 Rpm)

Trackliste Broilers - Santa Muerte (CD):
01. Preludio: Santa Muerte - Broilers
02. Harter Weg (Go!)
03. In in paar Jahren..
04. Tanzt du noch einmal mit mir?
05. Schwarz, grau, weiss
06. Verdammte Stille
07. Gemeinsam
08. 33 Rpm
09. Vom scheitern (The world is yours, NICHT!)
10. Alles geht weiter
11. Weckt die Toten
12. Wie weit wir gehen
13. Stoßen wir an
14. Singe, seufze & saufe

Bei den Box-Sets liegt noch eine DVD dabei:
01. Gemeinsam
02. Wie weit wir gehen
03. Tanzt du noch einmal mit mir?
04. Singe, seufze & saufe
05. Verdammte Stille
Jetzt kostenlos in das Album "Santa Muerte" von "Broilers" reinhören

Veröffentlicht von (Moppa) am um 11:51 Uhr unter Reviews

Dieses Review gibt den subjektiven Eindruck des Redakteurs wieder und muss sich nicht mit der Meinung der anderen Redakteure decken.

Video: Broilers - Wie weit wir gehen

Bandinfo: Broilers

Die Broilers sind eine 1992 gegründete Oi-Punk Band. Mit den Jahren haben sich die Broilers stetig weiterentwickelt und sind musikalisch irgendwo zwischen Punkrock und poppigen Melodien angekommen.

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